Wenn auch der Entwurf des Schulentwicklungsplans im Laufe unserer Beratungen in seinen Empfehlungen angepasst wurde, so beschreibt ein Satz daraus unsere Situation: „Die Schwäche der Realschule+ und die Begrenzung der Integrierten Gesamtschulen in RLP führen zu der Stärke der Gymnasien.“ (Zitat Schulentwicklungsplan)
Zum Schuljahr 2025/2026 sind insgesamt 2.461 Schülerinnen und Schülern an unseren Schulen angemeldet worden.
Davon fanden 452 an den bestehenden vier IGS im Landkreis einen Platz, 411 Schülerinnen und Schüler wurden abgelehnt.
1.224 wurden an den Gymnasien angemeldet, also nahezu die Hälfte.
An Realschulen+ wurden 402 Kinder angemeldet.
Im vorhergehenden Schuljahr wurden noch 444 Kinder an RS+ angemeldet, obgleich es insgesamt 2.184 also 277 Schüler weniger gab.
Demnach sind die Anmeldezahlen an Realschulen+ um 42 Kinder auf 402 Schülerinnen und Schüler gesunken.
Diese Zahlen unterstreichen die Aussage des SEP und spiegeln den Elternwillen wider, der einen ungebrochenen Run auf die Gymnasien und eine Ignoranz gegenüber den Realschulen+ ausdrückt.
Die heutige Beschlussvorlage ist also die folgerichtige Konsequenz aus den vorliegenden Zahlen:
- Wird ein neues Gymnasium in Stadecken-Elsheim zur Entlastung der Überbelegung der Gymnasien in Ingelheim und NO führen.
- Wird die Einrichtung einer neuen IGS an einem klug gewählten Ort zumindest einen Teil der Ablehnungen auffangen.
Für uns ist auch eine dritte Maßnahme nötig: Die Attraktivierung und Stärkung der Realschulen+.
Einige unserer RS+ haben eine gute Auslastung, andere hingegen schwächeln.
Als Schulträger sind wir nur für die Hülle verantwortlich. Das Innere, also Bildung und Pädagogik sind Ländersache. Daher appellieren wir an das Land, die im Schuljahr 2013/2014 eingeführten RS+ wieder mehr in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken.
Anders als in anderen Bundesländern steht der Elternwille bei der Schulauswahl bei uns an erster Stelle. Eine größere Gewichtung der Schulempfehlung der Grundschulen, Informationen über bestehende Beratungsangebote und v.m., können dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche unangenehme, ja frustrierende Schulbesuche und Schulwechsel erspart bleiben.
Die FWG wird der Vorlage mehrheitlich zustimmen.
Ingelheim, 30.01.2026
Sybille Vogt · sybille_vogt@icloud.com · 0170.4064382
